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CARDIOVASCULAR
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Platzierung und Nahtmanagement

4 wichtige Schritte zur Platzierung der Naht

 

1. System vorschieben und Hebel nach oben drücken (Fuß öffnen)

 

2. Zug beibehalten und Kolben herunterdrücken (Nadeln platzieren)

 

3. Den Kolben zurückziehen (Faden platzieren)

4. Den Hebel nach unten klappen (Fuß schließen)

Nahtmanagement

 

A. Das blaue Nahtende (Zugfaden) in die Nahtführung einführen und den Knoten vorschieben

 

B. Den Knoten durch Ziehen am weißen Nahtende (Nicht-Zugfaden) sichern

 

C. Die Fäden durch Ziehen am Messerhebel abschneiden

Platzierung einzelner und mehrerer Systeme

In der Sammlung der Animationen ist eine Dokumentation zu jedem Schritt bei der Platzierung eines oder mehrere Systeme zu finden.

 

Platzierung eines einzelnen Systems

Platzierung mehrerer Systeme

Tipps und Techniken

Weitere Informationen finden Sie in der Gebrauchsinformation.

Schlechter Fluss

Schlechter arterieller Fluss

URSACHEN
  • Markeröffnung liegt an der Gefäßwand an
  • Seitliches Anliegen an der Wand
  • Niedriger Blutdruck
  • Gerinnsel oder Gefäßgewebe verstopfen die Markeröffnung
  • System ist nicht im Gefäßlumen

Schlechter venöser Fluss

SCHLECHTEN FLUSS VERBESSERN
  • Nicht platzieren, wenn der Gefäßdurchmesser nicht ≥ 5 mm ist.
  • Das System vorsichtig drehen
  • Langsames Tropfen ist akzeptabel
  • System zurückziehen, bis sich die Markeröffnung oberhalb der Haut befindet. Das Markerlumen erneut spülen und den Austritt der Kochsalzlösung an der Markeröffnung beobachten
  • Das System weiter einführen, bis ein lebhaft pulsierender Fluss in der Arterie und ein langsames Tropfen in der Vene auftreten

Reißen der Naht

Ursachen/Prävention

 

  • Die Naht kann dünn und gedehnt aussehen
  • Enden von Zug- bzw. Nicht-Zugfaden können reißen

 

  • Den Faden in die Mitte des Suture Trimmers legen (nicht an die Kante)
  • Den Daumenknopf zurückgezogen halten, bis die Nahtenden in die Nahtführung fallen (Nahtführung nicht an der Naht schließen)

 

  • Daumenknopf nach oben halten (den Suture Trimmer nicht drehen)
  • Die Nahtenden immer koaxial zum Suture Trimmer und Gewebetrakt halten
  • Nicht seitlich oder medial an der Naht ziehen
  • Eine langsame, gleichmäßige und zunehmende Spannung aufbringen (schnelle, ruckartige Bewegungen vermeiden)

Lösung

 

  • Wenn das System noch an seinem Platz ist,
    den Draht einführen und das System austauschen
  • Bei Verschluss bei liegendem Draht
    ein anderes System einführen und platzieren
  • Wurde das System bereits entfernt und ist auch kein Drahtzugang mehr vorhanden, die Hämostase prüfen.
    Je nachdem, wann und wo der Faden gerissen ist, kann eine manuelle Kompression erforderlich sein.

Cuff Miss

Keine Naht oder Verbindung vorhanden

Cuff und Verbindung vorhanden, keine Naht

  • Der Kolben wurde zurückgezogen und es ist keine Naht vorhanden. Die Verbindung mit der anterioren Nadel kann oder kann nicht erfolgt sein
  • Nadelspitze(n) konnte(n) nicht in den Cuffs einrasten

Prävention

 

  • Richtige Patientenauswahl
  • Das System in einem 45º-Winkel platzieren und mit der linken Hand während der Kolbenplatzierung stabilisieren

 

  • Sicherstellen, dass der schwarze Kragen am Kolben das violette Systemgehäuse berührt

 

  • Das System während der Entfernung des Kolbens bzw. der Nadeln und bis die Naht vollständig zurückgezogen ist in einem 45º-Winkel halten und stabilisieren

Lösung

  • Draht einführen und das System austauschen

Foot break (Bruch des Fußes)

Ursachen/Beobachtungen

Mögliche Ursachen während des Herunterdrückens des Kolbens (Schritt 2)
  • Drehen/Schwingen des Systems oder übermäßige Kraft beim Herunterdrücken des Kolbens
  • Flacher (weniger als 45º) Winkel beim Herunterdrücken des Kolbens

 

 

Mögliche Beobachtungen nach Entfernung des Kolbens (Schritt 3) und/oder des Systems
  • Keine Naht oder Verbindung vorhanden
  • Nur eine Verbindung und keine Naht vorhanden
  • Fehlender Teil des Fußes, wenn das System entfernt wird

Prävention

 

  1. Das System während der Kolbenplatzierung in einem 45º-Winkel stabilisieren
    • Der Platzierungswinkel kann je nach Anatomie leicht variieren
  2. Über dem anterioren und posterioren Fuß eine gleichmäßige und sanfte Spannung auf die Gefäßwand beibehalten
    • Wichtig ist es, das System anzuheben, bis der Druck gleichmäßig über den anterioren und den posterioren Fuß verteilt ist
  3. Die Nadeln durch sanften und leicht zunehmenden nach unten gerichteten Druck auf den Kolben vorschieben
    • Je mehr Kraft auf den Kolben ausgeübt wird und je schneller die Nadeln vorgeschoben werden, desto anfälliger sind sie dafür, sich bei kalzifizierten Gefäßen zu verbiegen
Platzierungswinkel beim Herunterdrücken des Kolbens (Schritt 2)

 

  Flacher Winkel während der Platzierung

  • Suboptimal in allen Situationen
  • Eine möglicherweise auftretende Lücke zwischen dem posterioren Fuß und der Gefäßwand erhöht das Risiko für einen Foot break (Bruch des Fußes) und einen Cuff miss

 

  45°-Winkel bei der Platzierung

  • Ideal bei gesunden Gefäßwänden
  • Der posteriore und anteriore Fuß liegen gleichmäßig an der weichen Gefäßwand an

 

  • Wichtig bei erkranktem und hartem Gewebe
  • Eine gleichmäßige und sanfte Spannung beibehalten, um den posterioren Fuß nahe der erkrankten oder harten Gefäßwand zu positionieren

 

Übung:

Verwenden Sie ein echtes System, und achten Sie auf die verschiedenen Platzierungswinkel des Fußes

Hinweis: Idealerweise wird der Winkelmesser auf einem kleinen Bildschirm angezeigt oder ausgedruckt

Schutz vor Foot break (Bruch des Fußes)

 

  • Vermeiden Sie schwierige anatomische Bedingungen wie stark verkalkte Arterien, vernarbte Leistengegend usw.
  • Unter solchen Bedingungen sind die Nadeln anfälliger dafür, sich zu verbiegen.


Vor dem Entfernen des Systems:

  • Die Spannung vom System wegnehmen, bevor der Hebel nach unten gedrückt wird
  • Den Hebel nach unten drücken, um den Fuß einzuklappen

Mangelnde Hämostase

Eine mangelnde Hämostase kann auf eine falsche Reihenfolge beim Vorschieben des Knotens oder verhedderte Fäden zurückzuführen sein.

Falsche Reihenfolge beim Vorschieben des Knotens

 

  • Die Fäden in der Platzierreihenfolge vorschieben

 

  • Der zuerst platzierte Faden befindet sich „unten“ oder am nächsten zum Gefäß. Wenn der zweite Faden nicht in der richtigen Reihenfolge angezogen wird, kann es zu einem Verheddern der Fäden und/oder dem Unvermögen kommen, den ersten Knoten erfolgreich anzuziehen

 

  • Nach dem ersten Vorschieben der Knoten aller Nähte jeden Knoten in der entsprechenden Platzierreihenfolge weiter festziehen und sichern
  • Das Festziehen und Sichern der zweiten Naht, bevor die erste Naht vollständig gesichert ist, kann zu unvollständigem oder „teilweisem“ Schließen führen
Verhedderte Nähte

 

  • Nach dem Platzieren der Naht wird sofort eine Klemme auf die Nahtenden gesetzt. Die Klemme wird vorsichtig zurückgezogen, bis die Naht straff ist. Dadurch werden lockere Nähte im gesamten Gewebetrakt vermieden


  • Wenn die Nähte locker sind, können sie sich verheddern oder in das Gefäß drücken, während die Schleusen für das Verfahren eingeführt und die Systeme ausgetauscht werden

Literaturhinweise

*Im Vergleich zu Angio-Seal, ExoSeal, FemoSeal, InClosure, MANTA, Mynx, PerQseal, Vascade, Velox CD, X-Seal. Archivierung der Daten durch Abbott.

  1. Primäre Wundheilung wird dadurch erreicht, dass die Gefäßränder der Punktionsstelle direkt zusammengeführt werden. Dies kann durch Nähte, chirurgische Stiche, Klammern und Clips erreicht werden.
  2. Bei Schleusengrößen über 8 F arteriell sind mindestens zwei Systeme und die Preclose-Technik einzusetzen.
  3. Bei Schleusengrößen über 8 F venös ist mindestens ein System und die Preclose-Technik einzusetzen.
  4. Max. Außendurchmesser (OD) 26 F/0,340 Zoll/8,62 mm; max. Außendurchmesser 29 F/0,378 Zoll/9,59 mm. Durchführung der Tests und Archivierung der Daten durch Abbott.
  5. Die Zeit bis zur Hämostase, Mobilisierung und Entlassung gilt für den arteriellen Zugang.
  6. Bhatt, Deepak L. et al. Successful “Pre-Closure” of 7Fr and 8Fr Femoral Arteriotomies With a 6Fr Suture-Based Device (The Multicenter Interventional Closer Registry). American Journal of Cardiology Vol 89. March 2002.
  7. Mercandetti, Michael. Wound Healing and Repair. Medscape. WebMD, 02 April 2019. Internet. January 15, 2020.
  8. Perclose ProGlide™ Versus Surgical Closure Outcomes – Real World Evidence. Schneider, Darren B; Krajcer, Zvonimir et al. LINC 2018.
  9. The Use of the Perclose ProGlide™ Suture Mediated Closure (SMC) Device for Venous Access-Site Closure up to 24F Sheaths. KAR, Saibal; Hermiller, James et al. CRT 2018.
  10. Gilt für arteriellen Zugang.

MAT-2114728 v1.0

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