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WAS VERSTEHT MAN UNTER TACHYKARIDIE ODER SCHNELLEM HERZSCHLAG?

Als Tachykardie bezeichnet man eine Herzfrequenz von mehr als 100 Schlägen pro Minute (BPM). Bei den meisten gesunden Menschen führt die Pumpbewegung des Herzens zu einer normalen Herzfrequenz von 60 bis 100 BPM. Unter bestimmten Umständen gilt eine Herzfrequenz von mehr als 100 Schlägen pro Minute immer noch als normal. Wenn Sie beispielsweise Sport treiben, benötigt Ihr Körper mehr Sauerstoff als im Ruhezustand. Ihr Herz kommt diesem Anspruch nach, indem es die Frequenz erhöht, mit der es sauerstoffgesättigtes Blut durch den Körper pumpt.

In anderen Fällen gilt eine Herzfrequenz von mehr als 100 Schlägen pro Minute als krankhaft und ist die Folge eines Herzproblems oder von unregelmäßigen elektrischen Herzsignalen. Wenn Sie eine schnelle Herzfrequenz haben, könnte eine Art von Tachykardie die Ursache dafür sein.

Es gibt mehrere Arten von Tachykardie. Diese werden nach dem Teil des Herzens klassifiziert, von dem sie ausgehen.

Zu den Tachykardien, die vom Herzvorhof (den oberen Herzkammern) ausgehen, gehören:

  • Vorhofflattern
  • Vorhofflimmern
  • Supraventrikuläre Tachykardie

Zu den Tachykardien, die von den Ventrikeln (den unteren Herzkammern) ausgehen, gehören:

  • Ventrikuläre Tachykardie
  • Kammerflimmern

Erfahren Sie mehr über die Behandlungsoptionen von Tachykardien.

 
VORHOFFLATTERN

Vorhofflattern beginnt in den oberen Herzkammern. Bei Vorhofflattern liegt die Herzfrequenz irgendwo zwischen 240 und 320 Schlägen pro Minute. Bei Vorhofflattern erreicht nur etwa die Hälfte oder ein Drittel der elektrischen Impulse die unteren Herzkammern, obwohl die oberen Kammern schnell schlagen. Dies liegt daran, dass der Atrioventrikularknoten (AV-Knoten) – eine Gruppe von Zellen, die sich in der Mitte des Herzens zwischen den oberen und unteren Kammern befindet – die elektrischen Signale verlangsamt, bevor diese in die unteren Kammern gelangen. Auf diese Weise wird verhindert, dass die Arrhythmie lebensbedrohlich wird. Vorhofflattern kann kontinuierlich oder in Schüben auftreten, wobei die Attacken Stunden oder Tage andauern können, gefolgt von einem Zeitraum mit normalem Herzrhythmus.

 
Zu den häufigen Symptomen von Vorhofflattern gehören:
  • Herzklopfen oder Herzrasen
  • Niedrigerer Blutdruck
  • Schwächegefühl
  • Benommenheit
  • Verwirrung
  • Kurzatmigkeit
  • Brustschmerzen
 
Zu den häufigen Ursachen von Vorhofflattern gehören:
  • Herzinfarkt
  • Geschädigte Herzklappen
  • Angeborene Herzfehler
  • Vorheriger chirurgischer Eingriff am Herzen
  • Bluthochdruck
  • Schilddrüsenüberfunktion und Ungleichgewicht im Stoffwechsel
  • Medikamente
  • Rauchen, Drogen und Alkoholmissbrauch
  • Übermäßiger Koffeinkonsum
  • Sinusknotensyndrom 
  • Chronische Lungenerkrankung
  • Virusinfektionen 
  • Stresssyndrom aufgrund von Lungenentzündung oder anderen Erkrankungen oder in der Phase nach einem chirurgischen Eingriff
  • Schlafapnoe
 
VORHOFFLIMMERN ODER AF

Bei Vorhofflimmern, auch als AF bezeichnet, handelt es sich um einen sehr schnellen, unregelmäßigen Herzschlag, der auftritt, wenn die oberen Herzkammern so schnell schlagen, dass sie auf chaotische Weise zucken oder flattern, anstatt vollständig zu kontrahieren. Der normale Herzrhythmus liegt bei 60 und 100 BPM. Beim AF liegt der Rhythmus in den oberen Kammern jedoch zwischen 350 und 600 Schlägen pro Minute. Aufgrund des unregelmäßigen Herzschlags in den oberen Kammern kann der Rhythmus in den unteren Kammern ebenfalls beeinträchtigt sein.

AF ist die häufigste Art von Herzrhythmusstörung und betrifft hauptsächlich ältere Menschen. Tatsächlich ist ab einem Alter von 80 Jahren jeder zehnte Mensch davon betroffen. AF ist an sich nicht lebensbedrohlich, weist jedoch einen fortschreitenden Verlauf auf. Bleibt AF unbehandelt, kann es sich verschlimmern und aufgrund der zunehmenden Folgeerscheinungen zu Schlaganfall oder Herzinsuffizienz führen.

Auch bei Menschen, die einen gesunden Lebensstil führen und keine sonstigen gesundheitlichen Probleme haben, kann AF entstehen. Es ist daher unerlässlich, dass Sie einen Arzt aufsuchen, wenn Sie AF-Symptome bei sich bemerken oder bei Ihnen ein erhöhtes AF-Risiko besteht. Sie unterliegen einem höheren Risiko für das Entwickeln von AF-Symptomen, wenn Sie:

  • ein Mann sind; AF tritt häufiger bei Männern als bei Frauen auf
  • 60 Jahre oder älter sind
  • aus einer Familie mit einer Vorgeschichte von AF stammen

Bei Vorhofflimmern können Symptome auftreten, die kommen und gehen, und danach völlig verschwinden. In chronischen Fällen hält der unregelmäßige Herzschlag an. AF kann mit verschiedenen Behandlungen therapiert werden. Die meisten Menschen nehmen jedoch Medikamente ein, um die Erkrankung unter Kontrolle zu halten.

 
Zu den häufigen Symptomen gehören:
  • Herzklopfen, Herzrasen
  • Unregelmäßiger Puls 
  • Erschöpfung, Ermüdung
  • Kurzatmigkeit
  • Probleme bei normaler sportlicher Betätigung und normalen Aktivitäten
  • Schmerzen oder Druck im Brustkorb 
  • Benommenheit, Schwindelgefühl und Ohnmacht
 
Zu den Ursachen für das Entstehen von AF gehören:
  • Bestehende Herzerkrankung, Herzinsuffizienz und Geburtsfehler
  • Diabetes, Fettleibigkeit und metabolisches Syndrom
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Chronische Lungenerkrankung
  • Bluthochdruck
  • Exzessiver Konsum von Alkohol und Stimulanzien
  • Rauchen und Koffeinkonsum
  • Stress oder Krankheit
  • Schlafapnoe
  • Vorherige Operation am offenen Herzen
  • Einnahme bestimmter Medikamente
 
SUPRAVENTRIKULÄRE TACHYKARDIE ODER SVT

Bei der supraventrikulären Tachykardie, auch als SVT bezeichnet, beschleunigt sich die Herzfrequenz aufgrund eines abnormalen elektrischen Impulses, der wiederholt den Vorhof oder die oberen Herzkammern durchläuft. Die SVT tritt oft in Schüben mit einer schnellen Herzfrequenz von 240 Schlägen pro Minute oder mehr auf. Dazwischen gibt es Phasen mit normalem Herzrhythmus. Eine SVT beginnt und endet abrupt. Das Herzklopfen, das von einer SVT verursacht wird, kann Angstgefühle auslösen.

Diese Art von Tachykardie ist die bei Kindern und Jugendlichen am häufigsten auftretende Art. Bei den meisten Kindern stellt dies keine schwere Erkrankung dar und eine Behandlung wird nur dann in Erwägung gezogen, wenn die abnormale Herzfrequenz häufig und anhaltend auftritt. Die SVT kann auch bei älteren Menschen auftreten. Die meisten Menschen mit SVT können ihren gewohnten Aktivitäten uneingeschränkt nachgehen.

 
Zu den häufigen Symptome gehören:
  • Herzrasen
  • Erschöpfung und Benommenheit
  • Ohnmacht
  • Kurzatmigkeit
  • Brustschmerzen
 
Zu den möglichen Ursachen einer SVT gehören:
  • Koronare Herzkrankheit 
  • Herzinfarkt 
  • Vorheriger chirurgischer Eingriff am Herzen 
  • Diabetes 
  • Erhöhte Cholesterinwerte 
  • Bluthochdruck 
  • Rauchen, Drogen und Alkoholmissbrauch 
  • Adipositas 
  • Sitzender Lebensstil 
  • Stress
  • Bestimmte Arzneimittel (rezeptfreie und verschreibungspflichtige Arzneimittel, u. a. abschwellende Mittel, Diätpillen und pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel)
  • Familiäre Vorgeschichte von Herzerkrankungen
  • Angeborene Herzfehler
  • Fortschreitendes Alter
 
VENTRIKULÄRE TACHYKARDIE ODER VT

Die ventrikuläre Tachykardie, auch als VT bezeichnet, tritt auf, wenn in den unteren Herzkammern (den Ventrikeln) abnormale elektrische Impulse beginnen, die zu einem zu schnellen Herzschlag führen. Bei dieser Störung kann sich das Herz zwischen den Schlägen nicht ausreichend mit Blut füllen und daher nicht genug Blut pumpen, um den Bedürfnissen des Körpers gerecht zu werden.

Die VT gilt als eine schwerwiegendere Erkrankung als die supraventrikuläre Tachykardie (SVT). In manchen Fällen ist eine VT harmlos. Die auftretenden Schübe können beim Patienten jedoch das Risiko für schwerwiegendere ventrikuläre Arrhythmien erhöhen.

Falls Sie zuvor bereits einen oder mehrere Herzinfarkte erlitten oder Narbengewebe in Ihrem Herzen entwickelt haben, kann Kammerflimmern lebensbedrohlich sein. Sie unterliegen einem höheren Risiko für das Entwickeln von VT-Symptomen, wenn Sie:

  • ein Mann sind; eine VT tritt häufiger bei Männern als bei Frauen auf
  • im fortgeschrittenen Alter sind
  • aus einer Familie mit einer Vorgeschichte von Herzerkrankungen stammen

Wenn bei Ihnen eines der nachfolgend aufgeführten Symptome auftritt, sollten Sie sich dringend in ärztliche Behandlung begeben. Ein verlängerter Infarkt kann sich schnell zu einem lebensbedrohlichen Kammerflimmern entwickeln, das eine unverzügliche Behandlung mit einem externen Defibrillator oder einem implantierbaren Cardioverter-Defibrillator (ICD) erfordert.

 
Zu den Symptomen einer VT gehören:
  • Herzrasen, schnelles hämmerndes oder klopfendes Gefühl in Ihrem Brustkorb
  • Erschöpfung und Benommenheit/Schwindelgefühl
  • Ohnmacht
  • Kurzatmigkeit
  • Brustschmerzen
 
Zu den möglichen Ursachen einer VT gehören:
  • Koronare Herzkrankheit 
  • Herzinfarkt 
  • Diabetes 
  • Erhöhte Cholesterinwerte 
  • Bluthochdruck 
  • Rauchen, Drogen und Alkoholmissbrauch 
  • Fettreiche Ernährung 
  • Sitzender Lebensstil 
  • Stress
  • Bestimmte Arzneimittel (rezeptfreie und verschreibungspflichtige Arzneimittel, u. a. abschwellende Mittel, Diätpillen und pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel)
  • Chirurgischer Eingriff am Herzen
  • Angeborene Herzfehler (bei der Geburt vorliegende Herzprobleme, die üblicherweise die Herzkammern oder -klappen betreffen)
 
KAMMERFLIMMERN ODER VF

Kammerflimmern (VF) tritt auf, wenn schnelle, chaotische elektrische Impulse dazu führen, dass die unteren Herzkammern (die Ventrikel) zucken und aufhören, Blut zu pumpen. Dies kann spontan auftreten (im Allgemeinen aufgrund einer Herzerkrankung) oder wenn ein Schub einer ventrikulären Tachykardie (VT) bereits zu lange andauert.

VF gilt als die schwerwiegendste Herzrhythmusstörung und führt in den meisten Fällen zu einem plötzlichen Herzstillstand. Hier ist eine sofortige medizinische Intervention erforderlich. Sie unterliegen einem höheren Risiko für das Entwickeln von VF-Symptomen, wenn Sie:

  • im fortgeschrittenen Alter sind
  • aus einer Familie mit einer Vorgeschichte von Herzerkrankungen stammen
 
Zu den Symptomen von VF gehören:
  • Plötzliche Bewusstlosigkeit
 
Zu den möglichen Ursachen für VF gehören:
  • Herzinfarkt
  • Herzinsuffizienz
  • Vorheriger chirurgischer Eingriff am Herzen
  • Koronare Herzkrankheit
  • Diabetes
  • Hoher Cholesterinspiegel und Bluthochdruck
  • Rauchen, Drogen und Alkoholmissbrauch
  • Fettleibigkeit
  • Sitzender Lebensstil und Stress
  • Bestimmte Arzneimittel (rezeptfreie und verschreibungspflichtige Arzneimittel, u. a. abschwellende Mittel, Diätpillen und pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel)
  • Angeborene Herzfehler (bei der Geburt vorliegende Herzprobleme, die üblicherweise die Herzkammern oder -klappen betreffen)

 

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